5. Ausblick

Dieses Dokument hat kurz einen Überblick über das Dokumentmodell und dessen Anpassbarkeit mittels eines Regelsatzes gegeben. Ferner sind kurz einige Klassen und deren Konfigurationsmöglichkeiten zur Serialisierung der Daten beschrieben worden.

Zukünftig mag es sinnvoll sein, die Konfigurationsmöglichkeiten des Regelsatzes weiter auszubauen. Es ist bspw. eine Typisierung von Metadatenwerten denkbar. Derzeit wird ein Metadatenwert lediglich als Zeichenkette betrachtet. Zukünftig mag es für einige Anwendungsfälle sinnvoll sein, einem bestimmten Schema - wie einem bestimmten Zeit- oder Datumsformat - zu folgen oder aber lediglich nur ganzzahlige Werte für bestimmte Metadatentypen zu erlauben. Der darüber liegenden Applikation würde viel zusätzliche Businesslogik erspart bleiben, die derzeit entsprechende Eingaben vor der Weiterverarbeitung prüfen muss. Ein beschreibendes XML-Schema, das solche Dinge abbildet, wäre sehr wünschenswert und hilfreich. Weiterhin wäre ein Mechanismus sehr sinnvoll, der auch Dinge abbilden kann, die zunächst nicht mit einem XML-Schema abgedeckt werden können, wie zum Beispiel eine Prüfung, ob ein am Anfang des Regelsatzes definiertes Metadatum an allen benötigten Bereichen im Regelsatz wieder auftaucht. Zum Beispiel in einer bestimmten <formats> Sektion oder bei den Strukturdaten; so erweitert, könnte eine Methode des UGH Bibliothek die Korrektheit eines Regelsatzes problemlos umfassend prüfen und auf Fehler hinweisen.

Weiterhin kann der Anwendungszweck der UGH Bibliothek ausgedehnt werden, wenn diese mittels einer Persistenzschicht die einzelnen Objekte direkt ansprechen könnte, ohne über Serialisierungsklassen zu gehen. Dieser Verzicht der Serialisierungsschicht würde dazu führen, dass zum Ändern/Löschen/Aktualisieren von einzelnen Objekten nicht immer das komplette Dokument gelesen und geschrieben werden müsste. Serialisierungsklassen würden dann lediglich zum Import und Export genutzt werden. Auf eine solche Klassenbibliothek ließe sich auch direkt ein Repository aufbauen, welches aufgrund der identischen API all jene Tools nutzen kann, die derzeit auf beispielsweise METS-Dateien anwendbar sind.

Als Beispiel für weitere Vereinfachungen bzw. Standardisierungen der UGH Bibliothek könnte man für die Konfiguration der Anzahl der erlaubten Metadatenfelder pro Strukturelement (num Attribut) auf bewährte Analogien zurückgreifen und nicht eigene Konventionen nutzen, hier bietet sich zum Beispiel die Quantifizierungssyntax regulärer Ausdrücke an. Auch wenn solche Änderungen sicherlich teilweise weitreichende Anpassungen der UGH Klassen zur Folge haben: Die Kompatibilität zu früheren Versionen sollte im besten Fall bestehen bleiben.