7. FAQ

Wie kann ich herausfinden wie alt mein Goobi viewer ist?

Im Quelltext der Seite befindet sich ganz am Anfang im meta-Tag bei dem das Attribut name="version" gesetzt ist. Der Inhalt von dem Attribut content gibt Auskunft über das Alter der Codebasis

<meta name="version" content="Goobi viewer-3.2-20180719-5b53620" />

"Goobi viewer" ist der Produktname, "3.2" die interne Versionsnummer. "20180719" entspricht dem Datum, wann der Goobi viewer kompiliert wurde. "5b53620" sind die ersten sieben Zeichen des Git-Commit-Hashs der für die Kompilierung verwendet wurde.

Das Datum ist ein guter, erster Indikator. Nach dem Git-Commit-Hash kann zum Beispiel auf GitHub gesucht werden um herauszufinden auf welchem Stand die Applikation genau ist.

Wie kann ich meinen gesamten Datenbestand neu indexieren?

Für die Neuindexierung des gesamten Datenbestandes muss der Inhalt des indexed_mets Ordners in den hotfolder kopiert werden:

cp /opt/digiverso/viewer/indexed_mets/*.xml /opt/digiverso/viewer/hotfolder/

Vor dem Kopieren muss darauf geachtet werden, dass der Hotfolder leer ist damit keine potentiell korrigierten Werke mit einer älteren Version aus dem indexed_mets Ordner überschrieben werden.

Welche Webbrowser werden vom Goobi viewer unterstützt?

Der Goobi viewer unterstützt alle alle sogenannten "Evergreen Browser". Das sind die aktuellen Versionen von Google Chrome, Firefox, Safari und Microsoft Edge.

Ältere Versionen, insbesondere der Internet Explorer 11 werden seit Mitte Juli 2018 nicht mehr offiziell unterstützt.

Welchen Datenbanken werden vom Goobi viewer unterstützt?

Der Goobi viewer unterstützt für den produktiven Einsatz die Datenbanken MySQL oder MariaDB und für die Goobi to go Umgebung auch H2.

Oracle Database, Microsoft SQL Server und PostgreSQL Datenbanken sind zur Zeit nicht möglich.

Das Dateisystem mit den Goobi viewer Daten ist voll, kann ich davon was löschen?

Wenn das Dateisystem auf denen die Daten des Goobi viewers liegen voll ist, in der Regel /opt/digiverso/, dann können folgende Ordner ohne Probleme geleert werden:

  • updated_mets/

  • deleted_mets/

  • error_mets/

Für die Bedeutung der Verzeichnisse siehe Kapitel 3.2.

Weiter können die folgenden Ordner geprüft werden:

  • abbyy/ Die Dateien in diesem Ordner werden seit Oktober 2017 vom Goobi viewer Indexer automatisch zu ALTO konvertiert. Der Goobi viewer selbst verwendet nur noch das ALTO. Wenn die Daten über Goobi workflow eingespielt wurden liegen diese dort vor und können im Goobi viewer gelöscht werden.

  • pdf/ Die in diesem Ordner vorgehaltenen PDF Dokumente werden bei einem PDF-Download aus dem Goobi viewer ausgeliefert. Gibt es hier keine Dateien, dann wird (sofern konfiguriert) aus Bild und optionaler ALTO Datei ein PDF mit optional hinterlegtem Text generiert und ausgeliefert. Das Ergebnis ist also das Gleiche, nur die Zeit für die Auslieferung kann unter Umständen länger dauern. Für die so generierten PDF-Dateien gibt es aber einen Cache unter cache/pdf.data, so dass PDF Dokumente die einmal generiert wurden, dort bis zu einer Cache-Größe von 100GB vorgehalten werden.

Wie kann ich den Goobi viewer kompilieren?

Das Theme wird kompiliert und der Core ist als Abhängigkeit eingebunden. Deswegen sind im folgenden die notwendigen Schritte beschrieben, wie das Reference-Theme neu ausgecheckt wird und eine viewer.war kompiliert wird:

  • Falls noch nicht geschehen muss maven installiert werden:

sudo apt install maven
  • Anschließend das Theme auschecken:

mkdir -p /opt/digiverso/viewer/themes
cd /opt/digiverso/viewer/themes
git clone https://github.com/intranda/goobi-viewer-theme-reference.git
  • Nun die Applikation kompilieren:

cd /opt/digiverso/viewer/themes(goobi-viewer-theme-reference/goobi-viewer-theme-reference/
mvn package

Am Ende befindet sich der kompilierte Goobi viewer im Ordner target/viewer.war.

Wie ist die Arbeit mit Git und Branches?

Es gibt einen Master Branch der immer stabil und installierbar ist.

Daneben existiert ein sogenannter Develop Branch, der neue Funktionen enthält aber noch nicht komplett stabil sein kann.

Von dem Develop Branch gehen feature_ Branches ab, in denen neue Funktionalität entwickelt wird. Sobald diese fertig sind werden sie in den Develop Branch gemergt und von Zeit zu Zeit fließen die Entwicklungen aus dem Develop in den stabilen Master Branch zurück.

Wie funktioniert die Versionierung im Goobi viewer?

Der Goobi viewer und seine Komponenten haben eine Versionsnummer die sich aus drei Stellen zusammensetzt, zum Beispiel 4.2.0.

Die erste Stelle in der Versionsnummer bezeichnet die Hauptversion. Diese wird in absehbarer Zukunft auf der Nummer 4 stehen bleiben. Es handelt sich dabei um die sogenannte Major Version. Der aktuelle Goobi viewer trägt also die Version 4!

Die zweite Stelle bezeichnet die sogenannte Minor Version und wird immer hochgezählt, wenn ein fertiges Arbeitspaket aus der Entwicklung in ein Release einfließt. In dem oben genannten Beispiel ist die Minor Version die 2.

Die dritte Stelle bezeichnet den Patchlevel. Sollte doch einmal im stabilen Master Branch ein Fehler auftreten und ein Bugfix release notwendig sein, dann wird dieser direkt in den Master eingespielt und das Patchlevel hochgezählt. In dem Beispiel oben die 0.

Neben den stabilen Versionen gibt es auch noch Entwicklungsversionen. Diese sind immer eine Minor-Version höher als die letzte stabile Version und enden immer auf -SNAPSHOT. Ausgehend von dem Beispiel oben wäre die nächste Entwicklungsversion die 4.3.0-SNAPSHOT.